retrospective to the contemporary form

Die Form, welche der Mensch seinen Objekten gibt, ist vielfach aufschlussreiches Dokument von Kultur und Zeitgeist. Es gibt Objekte wie z.B. einen Stuhl, der seit seiner Erfindung funktional konstant geblieben ist, die Form aber starken Veränderungen unterworfen war. Dann gibt es Objekte, die durch bestimmte Technologien entstehen und mit Ihnen auch wieder verschwinden: Schallplatten, Schreibmaschinen, Computer werden mit der Zeit zu Relikten und ohne Legende zu unlesbaren Objekten werden. Zuletzt finden sich Objekte und Interieurs, die infrastrukturelle Züge tragen und nicht für ein repräsentatives Dasein in der Öffentlichkeit geschaffen wurden. Und doch folgen Rechenzentren dem gestalterischen Gestus ihrer Zeit: In den 1980er Jahren dunkel in schwarz und mit kräftigen Signalfarben und heute in hellem Grau oder gar weiß. Dabei sind sie Gefäß und Ersatz für viele verloren gegangene Objekte und Formen: Schallplatten, Musikkassetten, Tonbänder, VHS-Kassetten, Aktenordner, Fotoalben, Landkarten und so vieles mehr.